K.Ö.H.V. Amelungia Startseite  
Startseite • Forum • Suche • Registrieren
Navigation
 Navigation
Home Home
Aktuelles Aktuelles
Veranstaltungen Veranstaltungen
Photoalbum Photoalbum
Kontakt Kontakt
Impressum Impressum
 Die Verbindung
Über uns Über uns
Unser Leitbild Unser Leitbild
Jakob Kern Jakob Kern
Walter Caldonazzi Walter Caldonazzi
Violette Redoute Violette Redoute
Chargen Chargen
Amtsträger Amtsträger
 Forum
Forumsübersicht Forumsübersicht
Letzte Themen Letzte Themen

Interessiert an Amelungia?
Kontaktiere uns hier!

Semesterprogramm
Die nächsten Veranstaltungen:
Mai
21. Mai 18 Uhr 00 s.t.
Montag Fuchsenheuriger (2)
Abfahrt: 18:00 Grillpartzerstraße
Leobendorf
23. Mai 19 Uhr 30 s.t.
Mittwoch AC "Nachhaltigkeit" BM Berlakovich, Rektor Gerzabek (3)
in Kooperation mit dem BOKU-Zirkel
 
25. Mai 19 Uhr 00 c.t.
Freitag Lange Nacht der Buden (3)
 
29. Mai 17 Uhr 00 s.t.
Dienstag geführter Spaziergang durch das jüdische Wien (3)
 
30. Mai 00 Uhr 00 c.t.
Mittwoch WCV Pokerturnier
Bude Rhaeto-Danubiae
Bei allen Veranstaltung sind Damen und Gäste herzlich willkommen! Ausnahmen sind nur beschlußfassende Convente (BC,CC) (rot) und FCs (grau).

[ Das ganze Programm ]


Pensionsreform
Antworten

Azo



Beiträge: 844
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 4. Mai 2003, 20:47

Mich würde interessieren, ob der CV eine offizielle Stellungnahme zu der Pensionsreform der Bundesregierung hat. Wie sieht denn die Stimmung unter den Benutzern der Amelungia-Homepage aus?

Persönlich stört mich die harte Vorgehensweise der Regierung. Natürlich ist es kompliziert und aufwendig, mit den Sozialpartnern zu reden und einen Kompromiss zu erzielen, aber eine derart weitreichende Regelung sollte meiner Meinung nach mit allen Beteiligten abgesprochen werden. Zudem gewinne ich den Eindruck, dass die Budnesregierung die Sozialpartner immer weiter ins Abseits drängen will (ein weiteres Beispiel dafür waren die heftigen Angriffe von Bundeskanzler Dr. Schüssel auf den ÖGB in der heutigen Pressestunde) Klar ist es kostspielig und mühsam, den Konsens zu suchen, aber wollen wir andererseits ein System wie in den USA ohne Gewerkschaften?
Rhodan



Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 4. Mai 2003, 22:48

Was ich in diesem Zusammenhang echt katastrophal finde:

  • ist der gleichzeitige Beschluß des Kaufs sündteurer Abfangjäger,

  • das Heeresbudget um 130 Mio. EUR aufzufetten (Sparsamkeit?)

  • das Verstecken strittiger Themen in Budgetbegleitgesetzen (Stichwort: Selbstbehalt beim Arzt).

  • die Abkehr vom solidarischen Sozialstaat (nicht nur sozialistische Idee sondern auch christlich-soziales Anliegen!) hin zu einem neo-liberalen Selbstversorgerstaat
Bei der eigentlichen Pensionsreform, die ja die oben genannten Themen wunderbar verdrängt, sehe ich die Dringlichkeit nicht, dass man nicht noch 1-2 Monate warten könnte um einen Beschluß mit breitem Konsens herbeizuführen. Mein Gott, das Thema Pensionen gibts seit den 70ern, da wär ein bisserl Konsensherbeiführung noch drin gewesen!

Speed kills. Auch uns junge Schwarze. Oder sollte ich sagen: ehemalige ÖVP-Wähler? Ich hab mir immer gedacht: "Vielleicht wähl ich einmal grün." Heute denk ich: "Vielleicht wähl ich wieder schwarz. Irgendwann."
Boris



Beiträge: 803
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 6. Mai 2003, 13:37

Ich bin aber trotzdem gespannt was diese Streikwelle bringt. Wahrscheinlich das selbe was die Streiks bei den Studiengebühren gebracht haben!
Azo



Beiträge: 844
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 30. Mai 2003, 15:34

Es naht der nächste Streiktag und diesmal wird es wohl nicht mehr so glimpflich vorübergehen. Die Regierung hatte die Chance, im Vorfeld die Eckdaten der Pensionsreform mit den Arbeitnehmervertretern abzuklären. Sie hat es verabsäumt und sieht sich nun in einer Situation, in der sie immer neue Zugeständnisse machen muss, die so langsam die "Trägerrakete" zu einem Knallfrosch werden lassen.

Teilweise sind die Forderungen des ÖGB derart überzogen, dass von einer Reform keine Rede mehr sein kann.

Speed kills....das Motto der Bundesregierung scheint ihre eigenen Reformen zu treffen...
Giovanni



Beiträge: 80
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 30. Mai 2003, 18:02

Lieber Rhod,

Du bist ja schon so auf auf Gewerkschaftskurs, dass ich dich ab jetzt zu Amelungias konservativen Flügel zähle. Der ÖGB ist nämlich die wahre konservative Macht Österreichs.

Natürlich habt ihr mit Abfangjägern, Trägerraketen, Versteck-Gesetzgebung, etc. Recht.

Aber in wahrheit sind das - verglichen zum Gesamtproblem - kosmetische Fehler. Ich bitte um ein bisschen mehr BLICK FÜR DAS WESENTLICHE. Ich glaube nicht, dass diese Fehler Einfluss auf die Reform ansich und deren NOTWENDIGKEIT haben.

Unser Pensionssystem ist ein Umlagesystem, das langfristig nur funktioniert wenn es zumindest halbwegs im Gleichgeweicht ist. Its that simple and makes it that difficult - weil es jetzt wirklich an der Zeit ist, langsam zu einem Gleichgewicht zurückzufinden.

Dass wir Jungen und unsere Kinder zahlen werden, verdanken wir nicht zuletzt den Konservativen im ÖGB, den sozialistischen Bundeskanzlern, den schamlosen exorbitanten Übergangsfristen im jetzigen Entwurf. Sicherlich am wenigsten der jetzigen Regierung.

Wenn ich dann lese, dass unter den Jungen am wenigsten Zustimmung zur Reform herrscht, dann weiss ich nicht ob ich lachen oder weinen soll. Wenn ich den Verzetni, der kurzsichtig nur seine derzeitige Generation befriedigen will, ständig von "Geldbeschaffungsaktion" und "überfallsartig" reden höre, weiss ich, dass ich besser nicht lache. Glaubt ihr wirklich, dass MIT denen eine Reform möglich ist?
Rhodan



Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 30. Mai 2003, 19:40

Tja das ist das Problem: Es ist leider niemand auf der Seite der eigentlichen Jungen, sprich diejenigen, die nix mehr abgefedert bekommen. Weder der ÖGB (da geb ich dir recht) aber schon gar nicht die ÖVP. Ich kann keiner Reform zustimmen, wo ich nur draufzahl, und die eigentlichen Kosten-Verursacher gar nichts! Wieso werden in keinem Vorschlag die bestehenden Pensionen angegriffen (die die Österreich aufgebaut haben, sind ja auch schon langsam tot)?

Die einzig richtige Reform wäre diese: Es ist die Summe x im Topf und die wird unter den bestehenden Pensionisten aufgeteilt. Wenn nicht mehr da ist kann nicht mehr ausgezahlt werden. Natürlich ist eine Mindestpension in jedem Fall drin. Und der blöde Spruch mit "bestehenden Rechten, usw...": das system ist von falschen Voraussetzungen ausgegangen, also Pech. Ich habe auch in den letzten Jahren das eine oder andere Mal auf die falschen Aktien gesetzt, das zahlt mir auch niemand, nur weil ich behaupte dass ich von einem (so nicht eingetretenen) Wachstum ausgegangen bin.

Aber an diese Lösung traut sich natürlich niemand.

Und ich will den ÖGB, die alte Bremserpartie, ja gar nicht in Schutz nehmen, vor allem nicht diese fetten Bonzen, aber die kaufen nur BMWs und Mercedes und keine Abfangjäger (Preisunterschied).

Die ÖVP hat für mich mit dem "ups das ist uns reingerutscht" Politikerfrühpensions-Paragrafen nur endgültig un(glaub)würdig geworden. Wie soll sich der kleine Rhodan das vorstellen? Beim langen am-Runden-Tisch-sitzen rutscht der Willi Molterer aus, fällt auf die Schreibmaschine und plötzlich ist ihm da das Satzerl passiert? Alle stehen bestürtzt um den guten Minister, während eine fleißige Sekretärin das Papier schnell nimmt und zum Unterschreiben vervielfältigt. Durch die ganze Aufregung merkt niemand was geschehen ist und das Schicksal nimmt seinen Lauf...

Und die Mär dass nur die Roten das Budgetdefizit verursacht haben, sparen wir uns doch bitte für den nächsten Wahlkampf, wo wir Leute versuchen damit einzulullen.

Die Draken haben damals übrigens etwas über 2 Milliarden Schilling gekostet, warum wir jetzt (Inflation war ja wohl nicht derart hoch) 13x so teure Kampfjäger brauchen ist ein weiteres Geheimnis.

Übrigens: Um unter der magischen 2 Mrd. EUR Marke zu bleiben, war man ja auch sehr kreativ. So ist es eine Tatsache, dass man pro Fliegerstandort ein Reperaturset braucht. Es sind 2 Standorte vorgesehen aber nur 1 Reperaturset. Klar, spart 300 Millionen EUR.

Und: um das Budgetdefizit endgültig samt Staatsschulden loszuwerden, warum nicht 2000 Eurofighter? Sogar die Schweiz hat 170 Jäger! Mit den dadurch entstehenden Kompensationsgeschäften können wir dann Südtirol zurückkaufen, oder wo auch immer das konservative Herz sonst noch hängt.

Letztlich bin ich Dir aber dankbar, wenn Du mich zum konservativen Flügel zählen willst, das verbessert sicherlich meine Beziehung zu Deinem abfangjägerfreundlichen Bruder...
Schurl



Beiträge: 104
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 10. Juni 2003, 22:09

Also ich bin zwar meistens mit dem konservativen (oder auch dem liberalen) Rhodan einer Meinung. Aber in dem Fall...!
Was mir zu Pensionsreform einfällt, hab ich heute in das Zitateformum gepostet. "Jedem ist das Denken erlaubt, aber nicht alle machen davon Gebrauch." Das trifft diese ganze Debatte am Besten. Man muß die Kirche im Dorf lassen. Wenn schon die jetzige, aufgeweichte Reform kaum durchzubringen ist, na was glaubt ihr wie es dann mit einer schärferen aussieht. Dazu bräuchte die ÖVP eine absolute Mehrheit, die sie leider nicht hat. Aber sehen wir uns mal die Vorschläge der anderen Parteien an. Die FPÖ würde am liebsten alles lassen wie es ist. Die SPÖ würde alles zwar anders machen, hat aber keine Ahnung wie und die Grünenen beschäftigen sich seit dem Abbruch der Regierungsverahndlungen mit der ÖVP überhaupt nur noch mit sich selbst und genießen es aus unerklärlichen Gründen als Jugendpartei dazustehen. Ein Joint macht noch kein ausgeglichenes Budget. Und wenn sie sich so weiter einrauchen brauchen sie ohnhin keine Pensionen.
Was die Abfangjäger betrifft: Hätten wir damals Ordentliche gekauft und nicht den aus dem sozialistischen Schweden von einer damals rot-blauen Regierung bestellten Flugschrott, besser bekannt als Draken, bräuchten wir heute keine Eurofighter. Ich kann mich noch erinnern, wie ein sehr streitbarer Verteidigungsminister Ende der 80er Jahre auf der Bude gesagt hat : "I wü des Klumpert eh net, die san in 10 Joa hin. I hätt gern F-16 oba die kriag I net, und wonn ma de endlich kaufen diarfn sans genauso oid wie de Drakn!" Allerdings ist der Kauf der Eurofighter auch der Eintrittspreis Österreichs in die europäische Hochtechnologie. Oder glaubt ihr, daß Zulieferfirmen zum Zug kommen wenn wir den Plunder selbst nicht kaufen?
Das größte Problem, das die ÖVP und damit die Regierung hat, ist, dass nach dem Wahlsieg auf die Promotion vergessen wurde. Hätte man die Pensionsreform rechtzeitig den Leuten erklärt und nicht die ÖGB-Bonzen irgendwelche Gerüchte in die Welt setzen lassen, so wäre die Sache nicht so schief gelaufen. Bei den Abfangjägern das Gleiche.
Ich weiß heute, da noch unter 35, daß ich frühestens mit 70 in Pension gehen werde und dann wahrscheinlich nichts bekomme. Würde wir die Pensionsreform jetzt nicht durchziehn würde ich mit 80 gehen und dann gar nichts bekommen. Das ist zwar ein schwacher Trost, aber immerhin ein Trost.
Was das Budgetdeffizit betrifft. Klaus hat 1970 einen Staatshaushalt übergeben der in Ordnung war. Was unser Budget in die roten Zahlen zieht sind allein Zinsen aus der Ära Kreisky. Alles was nachher war, ist halb so schlimm. Ohne diesen sehr beachtlichen Anteil könnten wir uns wirklich 200 Abfangjäger leisten und die Pensionsreform sparen. Abgesehn rechnet doch mal nach. Wieviel Pensionen kannst du für das Geld der Abfangjäger wie lange zahlen. Die ÖBB verschlingt jährlich das vierfache an Subventionen. Aber dort gehen die Leute heute noch mit Mitte 50 in Pension. Nur die ÖBB zusperren schaffen nicht einmal Schüssel und Grasser ohnevon einem Verzetnischen Mob am Ballhausplatz gepfählt zu werden.
LG
Schurl
Rhodan



Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Juni 2003, 09:33

Lieber Schurl und liebe anderen Abfangjäger Fans!

Warum müssen es die teuersten Abfangjäger sein? Um ein nicht identifiziertes Kleinflugzeug abzudrängen reicht doch auch ein Grippen oder eine F-16 oder? Der Grippen ist brandneu und die F-16 gibts in einer aktualisierten Version.

Und das mit dem Staatshaushalt & Kreisky & Co. Das was der gute Kreisky an Schulden gemacht hat, ist ja wohl kaum vergleichbar mit den Schulden der Rot-Schwarzen Koalitionen. Aber pscht, nicht laut sagen.

Und man von den 2 Mrd. EUR nicht lange Pensionen zahlen kann, stimmt schon, bloß in Zeiten wo das Geld nicht so in Fülle da ist, muss man halt überlegen wo man es reinsteckt. In Abfangjäger oder in Zukunft (etwa Förderungen im Technologiebereich).

Ich bin halt nach wie vor der Meinung, dass man mit 2 (oder wie man hört ja deutlich über 3) Mrd. EUR was besseres anfangen kann.
Schurl



Beiträge: 104
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Juni 2003, 10:03

Eigentlich bin ich kein Abfangjäger -Fan. Ich bin eher für 50 über Österreich verteilte Stinger-Basen, die sind wesentlich effizienter, aber dafür auch viel nachhaltiger.
Weil Du von einer überarbeiteten Version der F-16 sprichst: Auch der dranken war seinerzeit überarbeitet und der Grippen, ganz so toll scheint er auch nicht zu sein. Wenn wir einmal ordentliche Dinger kaufen, so meine ich, ist das besser als alle 10 Jahre billige, du trägst ja auch Polos von Ralph Lauren und nicht T-shirts vom Kik, weil erstere länger halten. Und auf der Bude haben wir auch seinerzeit eine ordentliche Renovierung gemacht.
Aber ich gebe Dir natürlich recht, daß man mit dem Geld auch vernünftigeres machen kann.
Zu Kreisky und Co: Bite nciht der modernen linken Propaganda aufsitzen. Natürlich gab es unter Rot -Schwarz enorme Deffizite, aber das Problem ist, daß die Geldverschwendungsmaßenahmen aus der Ära Bruno des Sonnenkönigsstammen. Alle Sozialleistungen, die letztendlich unfinanzibar geworden sind: Bis 1972 gab es Studiengebühren, frag mal Deinen Schwiegervater wie das früher war, es wenig bis gar keine Gratisschulbücher etc.
Was ich der ÖVP vorwerfe, ist daß sie einen Schritt um 13 Jahre zu spät gemacht hat. Sie hätten 1987 mit dem damals noch schwachen Haider eine Koalition eingehen und den Saustall schon damals ausmisten sollen, da wäre es viel leichter gegangen. Aber sie haben, und da hast du recht 12 Jahre ziemlich mitgespielt.
Für mich wird die SPÖ so lange lange politisch bedeutungslos bleiben, so lange sie der verlängerte arm des ÖGB bleibt. Oder glaubst Du, dass Blair so regieren könnte, wenn ihm die eiserne Maggie nicht die Gewerkschaften vom Hals geschafft hätte (was nicht seine Außenpolitik rechtfertigen soll, wo er sowieso alle konservativen Regierungen rechts überholt). Und die Grünen. Was ist dahinter? Sie hätten heuer die einmalige Chance gehabt mitzuregieren. Aber wenn Du eine Partei ahst wo einige absolut nicht wollen, weil wirklich komunistisch, dann hast keine Chance. Und so lange sie die ultralinken nicht loswerden, so lange bleiben auch sie, meiner Ansicht nach, uninteressant und unglaubwürdig.
LG
Schurl
Rhodan



Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Juni 2003, 10:26

Ok, alles d'accord nur in (zumindest) einem Punkt liegst du 100% falsch: Ich trage nicht Ralph Lauren. Ich weiß auch nicht wer Kik ist, aber meisetns trag ich irgendwelchen Shirts die mir irgendeine Firma geschenkt hat. Und meine Polos haben kein Logo. Aber das ist irgendwie nicht wirklich essentiell für die Pensionsreform...

Und zu deiner ultralinken grünen Gefahr: Was ist gefährlicher: ein eing'rauchter Grüner im Jüttesack oder ein "seriöser" Typ in Krawatte der für Überwachungsstaat und Kriegsgerät eintritt?

(Anmerkung: Ich hätte diese Frage vielleicht für 2-3 Jahren anders beantwortet, aber wenn man mitkriegt wie gerade die Amis mit datenschutz und Bürgerrechten umgehen...und Europa will da mitziehen)
Schurl



Beiträge: 104
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Juni 2003, 10:50

ersten: sollten wir uns wieder mal treffen, ich weiß nicht einmal mehr was du so anhast!
zweitens: Mir geht die Kriegstreiberei der Amis auch ziemlich auf den Geist. Vor allem weil sie ziemlich willkürlich ist. Auf der einen Seite erledigen sie Saddam, was sie eingentlich schon 20 Jahren tun hätten sollen, auf der anderen Seite unterstützen sie andere nicht wirklich seriöse Staatsmänner. Aber genau aus diesem Grunde sollte sich Europa einmal von Amerika emanzipieren. Das heißt ja nicht dass man ihnen den Krieg erklärt, aber man sollte ihnen zeigen, daß wir auch ohne sie können. So gesehn ist es vielleicht besser selber Flugzeuge zu bauen und nicht welche über den großen Teich zu imporitieren (z.B. F-16).
Wie gesagt am liebst 50 Rakten Basen, weil wirklungsvoller, wenn schon Flugzeuge, dann ordentliche aus Europa!
LG
Schurl
Boris



Beiträge: 803
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Juni 2003, 13:33

Vergesst bitte nicht dass Russland nach wie vor ein Teil von Europa in ihr Staatsgebiet beinhaltet und von denen hätte Österreich nicht nur 18 Stk um den Preis erhalten
Schurl



Beiträge: 104
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Juni 2003, 14:19

Selbst auf die Gefahr hin, dass ich als Nationalist gelte. Ein Teil Russlands liegt zwar auf europäischem Terretorium, aber Russland gehört, genauso wie meiner Ansicht nach die Türkei nicht zu Europa (Israel übrigens auch nicht, obwohl es Beim Eurovisions Song Contest dabei ist. All diese erwähnten Länder sind von ihrer Mentalität und vor allem von ihrer Philosophie her nicht zu Europa zu zählen. Was allerdings keine Qualifiktaion ist. Japan gehört Euch nicht zu Europa oder China und dort wohnen mitunter ganz nette Menschen.
Was das russische Angebot betrifft so ist die Sache zweischneidig. Erstensmußt Du wahrscheinlich fünf kaufen, damit einer fliegt und zweitens halte ich es auch nicht für gut sich an Russland anzulehnen. Ich wäre auch dagegen chinesische, indische oder japanische Flieger zu kaufen, so es die gibt. Also bliebt der Eurofighter oder der Grippen. Wenn der Grippen wirklich, wie behauptet das Nachfolgemodell des Drakens ist würd ich eher sagen finger weg. Der Eurofighter ist nun mal das europäische Produkt. Genauso wie der Airbus im Unterschied zur Boing.
LG
Schurl
LG
Schurl
Boris



Beiträge: 803
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Juni 2003, 17:12

jetzt stellten sich nur einpaar Fragen

1. ist Russland für dich Russland oder ex Sowjetunion.
2. ist USA gleich Amerika und wenn ja, wieso darf Südamerika nicht zu Amerika gehören
3. die ganzen Kolonien der Europäer auf andere Kontinente möchte ich dir hier nicht aufzählen - in manchen kannst du sogar mit Euro zahlen (zB französisch Guyana)


Aber wir Wissen - die ganze Welt steht auf dem Kopf denn:

der beste Golfer ist Schwarzer;
der beste Raper ist Weißer;
die franzosen bezichtigen die Ami's der Aroganz;
und die Deutschen weigern sich in einen "Welt"krieg zu ziehen
Schurl



Beiträge: 104
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Juni 2003, 17:53

Wenn ich Sowjetunion meine, dann schreibe ich Sowjetunion und nicht Rußland. Und der Großteil Rußlands liegt nicht in Europa (im Bedarfsfall Landkarte zur Hand nehmen!). Daß ich wie, viele meist Amerika mit der USA gleichsetze ist ein sprachlicher Fehler zugegeben. Ist aber im Gegensatz zu Punkt 1 für viele leichter verständlich, da Südamerika immer als Südamerika bezeichnet auch wenn manche Mittelamerika zu Südamerika zählen (ich hoffe jetzt sind alle genug verwirrt).
Daß etwaige Länder, in denen der Euro als Zahlungsmittel akzeptiert wird zu Europa gehören, halte ich für sehr gewagt. Fast die ganze Welt akzeptiert Dollar, sind wir deshalb alle Amerikaner. Ehemalige Kolonien sind nun einfach kein Staatsgebiet, sonst wäre Amerika (und zwar fast ganz incl Süd- Mittel- und Sonstamerika) ein Teil Europas.
Es gibt so etwas wie eine europäische Kultur, auch wenn vielleicht manche sich damit nicht identifiezieren wollen. Dazu gehört eine andere Rechtsauffassung, eine anderre Wertekatalog, und der gilt nun einmal nicht in den USA, in Kanda nur eingeschränkt. Und in irgendwelchen Bananenrepubliken schon gar nicht.
Warum steht aber die Welt auf dem Kopf, weil der beste Golfer ein Schwarzer ist. Golf ist in den USA ein Nationalsport, und die zugehörigkeit zu einer Nation hängt nicht von der Hautfarbe ab Gottsei Dank.
Ich habe ein gute bekannte, die ist eine waschechte Österreicherin und damit Europäerin. Sie spricht wiederisch, hat die gleichen Ansichten und Werte wie wir. Ihre Eltern kommen halt von den Philipinen, also sieht sie vielleicht nicht wie eine Österreicherin im herkömmlichen Sinn aus, ist aber trotzdem eine.
Zweitens der beste Rapper ist ein Weißer. Kann sein, wenn man Rap als gut bezeichnet. Ich halte Rap für eine vorsetzliche Mißhandlung des Trommelfells und daher ist mir egal ob ein Schwarzer oder ein weißer diesen Schmarrn verzapft.
Die Franzosen bezeichnen die Amerikaner (hier müßte US-Bürger stehen!!) der Aroganz: Naj wie ging das vom Splitter und dem Balken in den diversesten Augen??)
Und die Deutschen weigern sich in den Krieg zu ziehen: Was soll dieser vertrottelte Sterotypisus bedeuten. Rechne mal nach in wieviel Kriege die Deutschen nciht gezogen sind. Außerdem gehören zu Kriegführen immer noch zwei. Und die Franzosen sind ja auch nicht gerade ein friedliebendes Volk, die Briten wurden sehr böse wenn wer eine größere Flotte hatte etc.
Also bitte was hat das alles mit der Pensionsreform zu tun oder mit den Abfangjägern????
LG
Schurl
(der jetzt was trinken geht)
Boris



Beiträge: 803
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 12. Juni 2003, 09:18

Seit wann darf ich nicht eine Überleitung zu einem anderen Thema machen?!

Schurl du bist das beste Beispiel für "wie drehe ich jemanden das Wort in den Mund um"

...und eine Bitte - könntest du dich etwas kürzer fassen!
Schurl



Beiträge: 104
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 12. Juni 2003, 10:27

Lieber Borsi: Ganz Kurz
Es gibt die Funktion : Neues Thema!
LG
Schurl
Azo



Beiträge: 844
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 12. Juni 2003, 13:49

Neue Themen oder Überleitungen hin oder her, die Pensionsreform wurde beschlossen und hat die Koalition wider Erwarten nicht gesprengt. Bleiben jetzt noch heiße Eisen übrig? Nein, jetzt kommen wir langsam in die Zeit, wo auf die nächsten Wahlen geschaut wird und sich die ersten Steuerzuckerln ankündigen.

Die Notwendigkeit einer Pensionsreform bestreitet kaum noch jemand, die Methoden der Reformierung werden aber aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Fakt für mich aber ist, dass eine Reform derart ungeschickt angegangen wurde, dass kaum noch etwas von den teilweise guten Ansätzen übrig bleiben konnte, ohne den Weiterbestand der Regierung zu gefährden. Stelle ich mir so Demokratie vor? Nein.

Ich halte persönlich nicht viel von Kanzler Schüssel, aber ich habe ihm immer Korrektheit und taktisches Gespür attestiert. Seit der Pensionsreformdebatte weiß ich, dass ich falsch gelegen bin.

Wer wo und warum Schulden in der Vergangenheit gemacht hat, ist mir derzeit egal. Die Schulden sind da, basta. Da hilft es weder auf ultrlinke noch ultrakonservative Propaganda zu hören. In vielen Punkten haben sich SPÖ und ÖVP in ihren Programmen bereits derart angenähert, dass eine Unterscheidung in grundsätzlichen DIngen schwer fällt. Da sollten doch endlich die alten VOrurteile fallen können... aber nein, ich stelle fest, die Vorurteile vertiefen sich eher und es wird zu einer Gewissensfrage, wer gewählt werden darf....
Schurl



Beiträge: 104
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 12. Juni 2003, 14:49

Also da stimme ich dir fast gar nicht zu lieber Azo!
Du brauchst eine Parlamentarische Mehrheit. In der momentanen Situation war die Pensionsreform wie sie jetz vorliegt der einzig gangbare Weg. Sie war sehr schlecht promotet, das wissen wir glaub ich auch alle, allerdings bezweifle ich, dass sie bei besserer Promotion anders ausgesehen hätte, die Werte der ÖVP wären vielleicht besser, das ist alles.

EineAnnährung der beiden Großparteien sehe ich nicht,ganz im Gegenteil. Der Lniksruck der seit Gusenbauer durch die SP geht ist gewaltig, der REchtsruck durch Kohl in der ÖVP ist auch nicht zu übersehen.
Aber ich finde das auch gut so! Wir sollten uns endgültig davon verabschieden, dass die SPÖ eine wählbare Partei sein könnte, so lange dort Gewerkschafter das Sagen haben, die schon seit Jahrzehnten ins Museum gehören.
Eine konstruktive Politik wäre vielleicht zwischen schwarz und grün möglich geswesen, aber dafür stehen die Grünen doch noch zu sehr unter dem Einfluß der Ultralinken. Das sollte auch den mit grün sympathisierenden Jungwählern zu denken geben.
Ich wähle die ÖVP auch nicht immer aus Überzeugung, aber ein geringeres Übel ist einfach nicht in Sicht.
LG
Schurl
Azo



Beiträge: 844
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 13. Juni 2003, 13:13

Ich akzeptiere parlamentarische Mehrheiten vollkommen, darf mich aber über die Art und Weise aufregen, wie die Beschlüsse vorbereitet werden (wurscht, wer da dahinter steckt)

Von einer einschneidenden Reform ist wenig über geblieben und ich rechne schon in der nächsten legislaturperiode mit einer nächsten Reform. Und ob es da geschickt ist, sich als Partei den Widerwillen der Wähler zuzuziehen sei dahingestellt. Denn wenn die SPÖ und die Grünen zulegen und die FPÖ verliert, wird es für die ÖVP schwierig werden, in der Regierung zu bleiben.

Ausserdem frage ich mich als Wiener schon lang, warum ich eine ÖVP (auf Landesebene) wählen soll, die sich geschickt versteckt? aber das ist ein anderes Thema.




Beiträge:
Anmeldungsdatum: Heute

Verfasst am: 13. Juli 2003, 13:13

Ich fand das duchlesen diese Forums sehr interressant. Ich kann mich fast zu 100% den Ausführungen Schurls anschließen. Vielleicht sollte man überlegen ihn zum politischen Referenten der Amelungia zu machen.

Zur Pensionsreform kann ich euch aus meiner Tätigkeit bei der FCG mitteilen, daß der ganze Krampf mit den Gewerkschaften haupsächlich darauf zurückzuführen ist, daß Schüssel in letzter Sekunde aus Angst vor einer großen Reform vom Pensionskontenmdell abgegeangen ist und statt dessen auf Veränderungen des bestehenden Modells gesetzt hat. Das Pensionskontenmodell, das eigentlich schon mit den Gewerkschaften paktiert war gilt jetzt nur mehr für die unter 35 jährigen. Das bedeutet nun leider eine extrem lange Übergangszeit, aber wenn dieses Modell dann einmal wirksam wird, haben wir meiner Meinung nach eines der besten und gerechtesten Systeme die möglich sind.

Auf jeden Fall hat meiner Meinung nach gerade die Diskussion um die Pensionsreform gezeigt wo die Unterschiede zwischen ÖVP und SPÖ liegen. Bei der SPÖ herrscht leider noch immer das sozialistische Anspruchsdenken vor wo mit wohlerworbenen Rechten argumentiert wird ohne daß hinterfragt worauf einer der heute in Frühpension geht und das vielfache von dem was er eingezahlt hat als Pension ausbezahlt bekommt seinen Anspruch begründet.

Noch ein kleiner Denkanstoß. Es gibt kein Recht ohne daß daraus ein anderer eine Pflicht hätte. Kann mir einer sagen wodurch es die heutige Jugend verdient hat durch die wohlerworbenen Rechte der Pensionisten derart belastet zu werden.
Antworten
Antwort schreiben
Nachrichtentext:
Optionen:
Lesezeichen für diesen Beitrag setzen
Benachrichtigt mich, wenn eine Antwort geschrieben wurde
Attachments:



Login
Benutzername:

Passwort:




Geburtstage

Letzte Themen

Top Poster
Mitglieder Beiträge
Cyrano 1043
Rhodan 890
Azo 844
Boris 803
Nikodemus 658


Powered by CakePHP 1.3 and TopTemplates based on phpBB © 2001, 2002 phpBB Group :: FI Theme