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Bei allen Veranstaltung sind Damen und Gäste herzlich willkommen! Ausnahmen sind nur beschlußfassende Convente (BC,CC) (rot) und FCs (grau).

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Warum sind alle Ministerien in Wien?
Antworten

Nikodemus



Beiträge: 658
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 24. September 2003, 23:53

Da ist mal eine richtig interesante und wie ich finde auch eine sehr gute Idee von Cbr. Nagl.

Warum sind wirklich alle Ministerien und staatlichen Behörden in Wien (dem Wasserkopf von Österreich!!!!!)? Warum wird der Verfassungsgerichtshof nicht nach Salzburg verlegt? Dort wäre er genau so gut, wenn nicht besser aufgehoben!!!!


Siehe auch ORF

Link: http://www.orf.at/030924-65663/index.html
Linzi



Beiträge: 482
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 25. September 2003, 00:00

Keine Ahnung. Vielleicht, weil so bequem ist, wenn man mit dem Fiaker in der Mittagspause mal schnell von der Hofburg hinüber zum VfGH kutschiert werden kann, um einen schnellen Kaffee mit den Juristen zu schlürften?
Rhodan



Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 25. September 2003, 00:49

Spitze die Idee, wirklich! Da wir ja nicht wissen wohin mit den ganzen Budgetüberschüssen, bin ich auch dafür, dass man Umzüge macht! Von Reisekosten ganz zu schweigen...

Schwachsinn. Nur weil da irgendwelche Bundesländer Minderwertigkeitskomplexe haben. Da könnt ja "jedermann" kommen ...

;-)
Na eh super, net alles ernst nehmen.
Achilles



Beiträge: 437
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 25. September 2003, 00:56

Ministerien absiedeln ist Schwachsinn.
Der Ministerat tagt ja doch recht häufig.
Lieber andere Einrichtungen, und ich denke eigentlich, dass ja eh jedes Bundesland sowas ähnliches wie ein Ministerium vom prinzip her hat.

Alles andere wäre okay, die Frage stellt sich halt nur wer wo was brauchen kann. In Bregenz den Verfassungsgerichtshof anzusiedeln wäre vielleicht nicht so gut, wenn doch ca. 3,5 Millionen Menschen im Osten wohnen und den öfter brauchen und so gut liegt z.B. Bregenz net, aber Graz Salzburg, Linz, Klagenfurt wären okay, oder auch St. Pölten, sicherlich immer wieder eine Reise wert so manche Orte.
Boris



Beiträge: 803
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 25. September 2003, 10:10

Ich halte es für eine gute Idee, wenn die Ministerien die teueren Zinshäuser im Zentrum von Wien freimachen würden. Ob Sie in die großen Städte ziehen, in deren Vororte oder in den verkehrstechnisch gut gelegene Orte ist noch zu klären.

Kurzfristig ist es teuer wegen Umzug und doppelte Mieten. Wenn eine Amortisation abzusehen ist, ist es langfristig erstrebenswert, denn Ministerien wird es immer geben. Dies würde dem Staat langfristig auch eine große Ersparrnis bringen.
Linzi



Beiträge: 482
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 25. September 2003, 13:45

Na gut, jetzt bin auch mal wieder ernst.

Ich denke, dass es ursprünglich so einfacher, schneller und billiger war. Wenn man bedenkt, dass man noch Anfang der 60er Jahren mit dem Autobus einen ganzen Tag von Wien nach Mariazell brauchte (und da mußten die Fahrgäste den Annaberg zu Fuß beschreiten, da der Motor einfach nicht genug Kraft hatte), kann man sich vorstellen, wie lang erst die Verbindungen nach Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck oder gar Bregenz gedauert hätten. Ich glaube es war einfach eine logistische Notwendigkeit alle Bundesbehörden in einer Stadt (eben der Bundeshauptstadt)anzusiedeln.

Heute natürlich weiß man, dass Entfernungen fast egal sind. Aber wieso sollte man etwas ändern, daß bis heute funktioniert.

Wie Rhodan schon sagt, das kostet ja alles nur Geld, und bringen tut's nicht wirklich was.
Nikodemus



Beiträge: 658
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 25. September 2003, 20:30

So leid es mir tut, aber sich immer auf die kosten zu verlegen ist Blödsinn!

Vermietet man die Büros die jetzt bezogen sind, meist im 1. Bezirk, und baut sich in einer Landeshauptstadt an einer zentralen Stelle ein großes Zweck dienliches Gebäude! Die Kosten haben sich in kürze amortisiert und man macht einen Gewinn mit der Vermietung. Mieten für Buros im 1. Berzirk sind ja bekanntliche nicht gerade die billigsten.

Da braucht es schon bessere Gründe. Das sich alles, auch das was neu Gegründet wird in Wien sammeln muss ist für eine Republik nicht Ziel führend und eigentlich absurd.

Wenn ich das Argument höre 3,5 Millionen Ost-Österreicher müssen so weit fahren. Ergo dessen müssen jetzt also 4,5 Millionen weit fahren! Wo ist das besser?

Ministerien abzuziehen wäre vielleicht wirklich nicht die beste Idee. Aber es gibt genügen staatliche Organisationen die man in die Bundesländer auslagern könnte.

Das sich Wiener und Ost-Österreicher dagegen sträuben folgt wohl dem Bequemlichkeitsfaktor und purem eigen Nutzen. Staatliche und Staats nahe Organisationen sind ja ein nicht zu übersehender Arbeitsgeber!
Linzi



Beiträge: 482
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 26. September 2003, 11:39

Ich denke, dass du falsch liegt, was die Kosten angeht. Umzugskosten sind nicht zu unterschätzen. Außerdem würde Wien, wenn die Regierungsbehörden abgezogen würden stark an Attraktivität verlieren, was die erzielbare Miete für die von dir angesprochenen Büros herabsetzt.

Da nicht alle Behörden auf einmal umziehen können, würden während des Umzuges auch die Kommunikation zwischen den Ämtern etwas zäher ablaufen. Ich denka da nicht an Telefongespräche, sondern an Akten, die in Original weitegegeben werden müssten. Wartezeiten, die im Endeffekt nur dem Bürger schaden.

Des weiteren wäre das von dir angesprochene zweckdienliche Gebäude so groß und Aufwendig, dass ich selbst bei einem hohen erzielbaren Mietzins für die Wiener Büros an ein einem ROI zweifle. Ich würde mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.

lg

Linzi

PS: Am Bequemlichkeitsfaktor liegts nicht, denn wie oft hat man direkt mit dem BMLV, VwGH oder der Kanzlei des Bundespräsidenten zu tun. Ich denke, dass eine Außenstelle ausreichend ist, um seine Angelegenheiten zu erledigen.
Azo



Beiträge: 844
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 27. September 2003, 21:38

Jaja, die alte "gelebter Föderalismus"-Debatte. Gern wird hier immer das Beispiel der Bundesrepublik Deutschland herangezogen, bei der zwar auch eine Konzentration in Berlin feststellbar ist, wichtige Entscheidungsträger aber über das gesamte Bundesgebiet aufgeteilt sind.

Möglich ist eine Verteilung der Ministerien oder Gerichtshöfe etc natürlich, die Kosten sind sicher erheblich, aber nicht unbezahlbar. Die Frage ist, was damit bezweckt werden soll? Insgeheim geht es doch gar nicht um Föderalismus, sondern um schlichte Mehreinnahmen, oder? Ist doch nett, so ein Ministerium oder Verwaltungsgerichtshof, mit all seinen Beamten und Bediensteten samt Anhang.

Die Fahrerei innerhalb Österreichs als Argument ist nicht sonderlich geglückt, denn in Hinkunft wird es immer seltener notwendig sein, persönlich in die Behörde zu kommen. Der elektronische Akt als Beginn und zunehmende Verlagerung hin zu den BürgerInnen künden bereits von einer neuen Epoche des Amtskontaktes.

So weit, so gut? Nun, wenn es eigentlich möglich ist, die Bundesländer mit Behörden zu beglücken, warum nicht? Oder, anders gefragt, warum schon? Was ist denn der eigentliche Mehrnutzen, ausser dem bisschen Bundeslandstolz? Bekommt Salzburg den Verfassungsgerichtshof, will Klagenfurt das Heeresministerium, dann braucht natürlich St. Pölten das Landwirtschaftsministerium, und so weiter.

Aber ich bin nicht prinzipiell dagegen, Wien zu entlasten. Aber wenn, dann gründlich. Und das beinhaltet für mich auch ein Überdenken der Sinnhaftigkeit der Landtage.
Cyrano



Beiträge: 1043
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 29. September 2003, 13:16

Ich bin gegen eine Aussiedelung irgendwelcher Ministerien, weil ich dafür ganz einfach keinen Grund sehe. Bloß weil es im Zentrum von Österreich sitzt und zusätzlich nahe an der BRD liegt, ist es noch lange nicht wichtig.
Natürlich verstehe ich, wenn man als Salzburger lieber einen Wasserkopf Salzburg sehen würde, als einen Wasserkopf Wien.
Aber ich bin da ganz der Meinung von Azo. Bundesländerstolz allein ist zuwenig.
Nebenbei ist Wien ja deshalb so ein Wasserkopf, weil dort nahezu alles konzentriert ist. Wien hat das größte Stadion, den größten Flughafen, die beste Infrastruktur, Wien ist Österreichs Kulturzentrum, Sitz der Uno etc. und Wien ist ein Tor zu Osteuropa.
Einen Wasserkopf kann man nicht beseitigen, indem man die Ministerien verlegt. Damit würde man die Ministerien wohin verlegen, wo eben nicht die beste Infrastruktur existiert und das ist sicher nicht sinnvoll.
(Und wenn Salzburg nicht weiter nur mit Bau- und Architekturskandalen auffallen will, dann soll es sich was anderes ausdenken!)
Rhodan



Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 29. September 2003, 14:15

Ich halte es bei dem steirischen Landesrat Hirschmann und bin für eine Reduzierung der Bundesländer auf 3 Verwaltungszonen. Und dass einzelne Gemeinden sich eine Fussbodenheizung für den Marktplatz leisten können, weil sie sich eine Mülldeponie angeschafft haben, die Nachbargemeinde aber quasi verhungert ist auch ein stumpfsinniges Ergebnis eines falsch verstandenen Föderalismus! Als weiteres Glanzlicht sei die SCS/Vösendorf erwähnt, wo auf Kosten von Wien eine kleine Gemeinde in NÖ zur reichsten von ganz Ö wird.
Boris



Beiträge: 803
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 29. September 2003, 15:00

Und wie schaut es mit den Landregionen aus. Wenn sie aus Wien ausziehen, müssen sie doch nicht in einer Landeshauptstadt niedersiedeln. Irgend ein billiges Industriegebiet wird sich schon finden = noch schnellere Amortisation.
Achilles



Beiträge: 437
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 29. September 2003, 15:42

Also gegen neu gegründete Anstalten oder sinnvoll begründete Umsiedelungen in die Bundesländer, wie zum beispiel die landesverteidigung in eine grosse Kaserne spricht sicherlich nix, und es ist sicherlich schon so, dass man nicht alles in wien haben muss, und manches sich aber so ergeben hat!
Zufall, mehr net, oder halt Vergangenheit!

Gewisse Zentralen in den Bundesländern wären auch nicht schlecht, jedoch würden die Länder dann auf gewisse ressorts verzichten müssen, denn im sinne aller ist eine zweigleisigkeit nicht sinnvoll.

Wie man die abstellen kann, weiss wahrscheinlich niemand!
Irgendwer ist dann sowieso immer benachteiligt!




Beiträge:
Anmeldungsdatum: Heute

Verfasst am: 7. Oktober 2003, 09:40

Liebe Freunde!

Als erstes könnte man einmal diese Ministerien abspecken.
Zum Beispiel wäre das 'BMLV neu' in das BMI, no sagen wir mal, mit 2 Administrativsektionen einzugliedern.

Unser lieber Herr Altbürgermeister, Altunterrichtsminister und Altfernsehdirektor wird das wohl schon gut hinkriegen.

Und, wenn das bei allen derzeit glaublich 13 Ressorts so gemacht wird, könnte das Aussiedeln in vertretbaren Zeiträumen verwirklicht werden.
;-)
Nunquam retrorsum!
AH Knall
(Olt d.Res)
Azo



Beiträge: 844
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 11. Oktober 2003, 20:25

Lieber Knall!

Natürlich ist über Vereinfachungen und Zusammenlegungen in der Verwaltung nachzudenken. Nur denke ich nicht, dass das einfach werden wird. Noch ist ein Großteil der Beamten pragmatisiert und nicht einfach wegrationalisierbar. Wohin also mit jenen Beamten des BMLV, die nicht in die zwei Administrativsektionen fallen?




Beiträge:
Anmeldungsdatum: Heute

Verfasst am: 3. November 2003, 10:28

Liebe Freunde!

Die heute (noch) etwa 13 Ministerien verteilen wir in die Bundesländer auf Grund eines jährlich zu berechnenden Bevölkerungsschlüssels; und den Ministerrat, also die gemeinsame Sitzung aller Chefs dieser Ministerien, schaffen wir einfach ab - oder, jeder Minister kriegt ein Sonderflugzeug zu seiner Verfügung und das Los entscheidet jedes Mal, wohin alle Flugzeuge geleitet werden, damit die Minister auch richtig und rechtzeitig zur Sitzung kommen. Telekonferenzen gibt es ja bei der EU ohnedies schon...
Oder, wir lassen jeweils die Minister sich vertreten..
Numquanm retro!
AH Knall
Giovanni



Beiträge: 80
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 15. November 2003, 23:03

Ihr fragt, warum alle Ministerien in Wien sind.

Na ist doch ganz einfach: Irgendwer muss ja die Arbeit machen!
Und so beissen wir halt in den "sauren Apfel" und erledigen das zeugs nicht nur für Wien, sondern gleich auch für die Provinz...

i'm lovin it...
Schlumpfine



Beiträge: 113
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 16. November 2003, 13:27

Natürlich, lieber Giovanni.

Aber die Provinz verleiht dem Gesamtstaat erst die nötige und gewünschte Würze.
Noch nie was von den "Kräutern der Provence" gehört?
Ich bin der Ansicht, die Provinz macht die Arbeit effizienter und engagierter als die Zentrale, zumindest jedoch würziger :mexico:
Linzi



Beiträge: 482
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 16. November 2003, 13:30

Wieso sind alle Ministerien in Österreich? Wir könnten ja diese Aufgaben "outsourcen". Zum Beispiel an die Tschechei oder so. :smile:
Nikodemus



Beiträge: 658
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 16. November 2003, 14:00

Lieber Govanni!

Na da freuen sich die Menschen aus der Provinz, dass sie so gut und schön vom Wasserkopf verwaltet werden.

Die eigentlich Stoßrichtung sollte aber sein, warum wird auch Staats bzw. nahe Organisationen nur in Wien angesiedelt!

Unser großer Nachbar hat das bedeutend besser gelöst. Dort gibt es Föderalismus bei uns gibts fast nur mehr Brüssel und Wien.
Achilles



Beiträge: 437
Anmeldungsdatum: 1. März 2003

Verfasst am: 16. November 2003, 16:50

Bin mittlerweile auch der meinung wie so mancher politiker, aus 9 bundesländern 3 zu machen und so die verwaltung zu vereinfachen, wo dann die jeweils zuständigen sitze der landesregierungen, und der anderen verwaltungseinrichtungen, z.b. gerichte,....... wären, ist mir eigentlich egal, sinnvoll wäre auf jeden fall eine einbindung möglichst vieler orte, da man dadurch ein grössere akzeptanz der bevölkerung für die diversen aktionen der "regierugen" erlangen könnte, auch wenn es leider immer eine zentrale stelle für die wichtigen und nie alle mit entscheidungen zufrieden sein werden.

Ob jetzt der "wasserkopf" in wien, linz, graz, salzburg, eisentstadt, sigleß, ............... sitzt, ist leider egal, denn den "wasserkopf" wird es immer geben, ausser wir haben irgendwann eine virtuelle regierung, und selbst dann wird wahrscheinlich das internet zum "wasserkopf" deklariert
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