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Die nächsten Veranstaltungen:
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21. Mai |
18 Uhr 00 s.t. |
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Montag |
Fuchsenheuriger (2)
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Abfahrt: 18:00 Grillpartzerstraße
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Leobendorf |
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23. Mai |
19 Uhr 30 s.t. |
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Mittwoch |
AC "Nachhaltigkeit" BM Berlakovich, Rektor Gerzabek (3)
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in Kooperation mit dem BOKU-Zirkel
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25. Mai |
19 Uhr 00 c.t. |
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Freitag |
Lange Nacht der Buden (3)
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29. Mai |
17 Uhr 00 s.t. |
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Dienstag |
geführter Spaziergang durch das jüdische Wien (3)
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30. Mai |
00 Uhr 00 c.t. |
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Mittwoch |
WCV Pokerturnier
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Bude Rhaeto-Danubiae |
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Bei allen Veranstaltung sind Damen und Gäste herzlich willkommen! Ausnahmen sind nur beschlußfassende Convente (BC,CC) (rot) und FCs (grau).
[ Das ganze Programm ]
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| Homosexuellen - Ehe? |
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[Philipp]

Beiträge: 2
Anmeldungsdatum: 6. April 2003
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Verfasst am: 31. Juli 2003, 23:44 |
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Hallo!
Ich würde gern wissen, wie Ihr als Mitglieder einer katholischen Studentenverbindung zu dem, für mich doch etwas fragwürdigem, Vorstoß des Vatikan bezüglich der Eheschließung von Homosexuellen, steht.
Was mich am meisten schockiert hat, war die Aufforderung des Vatikans an die Politiker, gewisse Vorgaben zur Gesetzgebung bei diesem Thema, einzuhalten. Ich glaube, dass ein demokratisch gewählter Politiker, vorallem in einem multikulturellen Land mit den verschiedensten Religionen, nicht auf irgendeinen Bischof aus dem Vatikan hören MUSS. Somit ist es für mich auch untragbar, die Nichtbefolgung dieser Anweisungen als eine "schwerwiegend unsittliche Handlung" zu bezeichnen. Denn ob ein gläubiger Politiker christlich handelt oder päpstlichen Anweisungen blind Folge leistet, ist für mich ein himmelhoher Unterschied!
L.G. Philipp Stangl |
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Rhodan

Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 1. August 2003, 00:34 |
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Sers Phillip!
Amlungia, als katholische Verbindung, wird keine einheitliche Meinung zu diesem Thema äußern (können), da wir mit 400 Mitglieder naturgemäß 401 Meinungen haben ;-)
(Und da sind sicher auch welche dabei, denen das Geäußerte noch zu wenig ist. Aber diese Vielfalt, auch wenn's nicht immer angenehm ist, ist ja letztendlich die Stärke von Amelungia)
Persönlich kann ich aber schon meinen Senf zu diesem Thema geben und will Verständnis äußern, dass manche Kirchenobrige ein Problem mit dem Wörtchen "Ehe" haben. Das wars dann auch mit meinem Verständnis.
"Eine Gefahr für die Gesellschaft" ist ja noch das Wenigste was man da hören kann. Mein persönlicher Favorit der Unmenschlichkeit ist ja: "...adoptieren homosexuelle Paare Kinder, kommt dies faktisch einer Vergewaltigung der Kinder gleich...".
Diesen Vergleich muss sich mal wirklich in Ruhe überlegen, unabhängig ob man für oder gegen die Adoption ist.
Homosexuell = Kinderschänder
Ich bin verheiratet und liebe meine Frau und will für sie sorgen. Ich kann mir vorstellen, dass es andere Paare gibt, die das auch für einander so empfinden (ich hoffe das sogar) und sehe null problem, wenn das ein gleichgeschlechtliches Paar ist. Völlig verständlich, dass diese Paare auch gewisse Rechte wollen. So war ich gerade 2 Tage im Spital (Knie kaputt) und meine Frau war die ganze Zeit an meiner Seite. Bei einem homosexuellen Paar wäre das u.U. nicht möglich. Stellt dir vor der eine stirbt gerade und der Partner darf nicht einmal was über den Gesundheitszustand erfahren, verliert die Wohnung und muss enorm Erbschaftsteuer auch noch zahlen. Himmlische Gerechtigkeit?
Die Frage ist doch: wem tuts weh, wenn man eingetragene Lebensgemeinschaften nicht nur rechtlich zuläßt sondern auch mit kirchlichem Segen ausstattet? Gelten die 10 Gebote nur für Heteros? Und anders: Warum gilt für Homosexuelle was anderes?
Mir ist es rätselhaft, warum Nächstenliebe bei Homosexuellen aufhört. Ich bin verwundert und entsetzt, welche Wortwahl da an den Tag kommt. Und besonders traurig finde ich es, dass es die katholische Kirche nur noch dann in die Medien schafft, wenn wieder mal ein mittelalterlicher Ausrutscher (also hoffen wir mal, dass so etwas ein Ausrutscher ist) ans Tageslicht kommt. Die spanische Inquisition (neu: Glaubenskongregation) sollte lieber in den dunklen Kellern bleiben, aber wenns geht keine Pressemeldungen verfassen. Der ärgste Feind der Kirche ist sie selber.
Ach ja, zuletzt noch zu den Politikern: die kann man wenigsten wählen, was man ja bei Ratzingers Gruselkabinett nicht kann. |
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Hagen

Beiträge: 140
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 1. August 2003, 08:48 |
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Stimme Dir Rhodan eigentlich in allen Punkten zu. Auch als gläubiger Katholik finde ich die Homophobie in der Kirche zum Kotzen. Homosexuellen wird automatisch von der Kirche unterstellt Kinderschänder zu sein, und dass von einer Organisation die den Missbrauch in ihren Reihen (Groer, USA...) geduldet und vertuscht hat und nur an ihre Priester, nie an die Opfer gedacht hat. |
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Linzi

Beiträge: 482
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 1. August 2003, 11:15 |
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Homosexuellen-Ehe?
Erstens findes ich es eigenartig, dass, obwohl die Ehe immer öfter angezweifelt wird und es immer weniger Eheschließungen und mehr Scheidungen gibt, der Ruf nach einer neuen "Variante" der selbigen laut wird. Nun gut, aber was sein soll, das soll auch sein.
Zweitens muss ich sagen, dass mir dieses Thema egal ist. Ob es jetzt die Homosexuellenehe gibt oder nicht, wird an den wesentlichen Problemen Österreichs, Europa und der Welt (Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, Hunger, ...) nichts verändern.
lg Linzi |
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Rhodan

Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 1. August 2003, 11:19 |
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Schon klar dass es auch andere Probleme gibt, aber die Kirche hat nun mal nicht die Umweltverschmutzung an den Pranger gestellt, sondern Lebensgemeinschaften verteufelt. |
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Linzi

Beiträge: 482
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 1. August 2003, 12:01 |
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Mit meiner Meldung zu diesem Thema wollte ich keineswegs sagen, dass wir dieses Thema in eine Schublade legen sollten, und wenn dann die ganze Welt in Friede, Wohlstand und Gesundheit lebt, wir es vielleicht in Angriff nehmen.
Bei dem heutigen Stellenwert der der Ehe beigemessen wird (der bei der Amelungia sicher höher ist als der österreichweite Durschnitt), ist das Vorhandensein der der Homosexuellenehe eh wurscht, glaub ich halt. Denn für die, für die Homosexuelle heute "Schwuchteln", "Tunten" oder "Temparierte" sind, wird sich dann auch nichts ändern. Vielleicht bin ich nur ein hoffnungsloser Pessimist, aber ich sehe zur Zeit keine realistische Möglichkeit an der Gesellschaft wirklich was zu ändern.
Das hier soll kein Sturmangriff dagegen sein, aber bringen wirds meiner Meinung nach effektiv nix!
Zum Thema Kirche: Ja, die Kirche hat diese Lebensgmeinschaften an den Pranger gestellt. Aber auch die Kirche wird wegen ihrer Meinung an den Pranger gestellt. Jetzt haben wir halt eine Zeit wo bei uns jeder (fast) alles sagen darf, was er sich denkt. Und wenn man sagen darf: "Die Meinung der Kirche zu diesem und jenen Thema find ich nicht o.k.!" Dann darf auch die Kirche ihre Meinung zu diesen oder anderen Themen kund tun. Es mehr darauf an, ob man es hört oder nicht. Dir, lieber Rhodan, gefällt "Ratzinger und sein Gruselkabinet" nicht. Das ist deine Meinung, die du sagen darfst und die man akzeptieren muß. Wenn ich jetzt sagen würde, deine Meinung zum Thema Homosexualität finde ich widerlich, dann muß daß aber auch ok sein. Trotzdem setzen wir uns das nächste mal zusammen und trinken ein Bier oder halt Apfelsaft. Kurz Meinungsfreiheit! |
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[Philipp]

Beiträge: 2
Anmeldungsdatum: 6. April 2003
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Verfasst am: 1. August 2003, 13:10 |
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Lieber Linzi!
Es mag stimmen, dass wir die Leute die über Schwule schimpfen wirklich nicht ändern können, aber wir müssen den Homosexuellen das Leben nicht noch zusätzlich erschweren, indem wir Ihnen Rechte die verschiedengeschlechtliche Paare haben, nicht zugestehen.
Ich glaube die Meinungsfreiheit der "Kirche" muss ein wenig eingeschränkt sein. Denn "die Kirche" besteht schließlich nicht nur aus den Kirchenoberhäuptern im Vatikan sondern aus ALLEN Christen. Somit sollte sie die Meinung von uns allen repräsentieren.
Und wenn ich ehrlich bin, tue ich mir immer schwerer zu einer Institution zu stehen, die Ansichten vertritt, die meinen persönlichen Ansichten teilweise stark widersprechen.
Bezüglich der Adoption von Kindern verurteile ich zwar die stark übertriebene Formulierung des Vatikans, doch bin auch ich der Meinung, dass ein Kind genau eine Mutter und genau einen Vater haben sollte.
L.G. Philipp |
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Hagen

Beiträge: 140
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 1. August 2003, 14:56 |
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@Linzi:
Meinungsfreiheit ja, aber erstens nicht wenn diese Meinung menschenverachtend ist (nicht ob Homosexuelle heiraten dürfen, da kann man sicher verschiedener Meinung sein, aber die dummen Argumente wie dass Schwule/Lesben krank oder pervers sind) Ausserdem versucht die rk Kirche ihre frei erfundene Sexualmoral als auf der Bibel und von Gott begründet zu verkaufen und damit jeden Menschen zu verdammen, der zB Sex vor der Ehe hat... |
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Rhodan

Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 1. August 2003, 15:07 |
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@Linzi: Wo hat denn die Meinungsfreiheit ihre Grenzen? Ich finden die Formulierung zur Adoption geht eindeutig zu weit! Vor allem ist die Kirche mit wenigen zeitlichen Ausnahmen nie FÜR sondern immer GEGEN Meinungsfreiheit aufgetreten. Ich bin heilfroh, dass die Kirche nicht mehr die Macht vergangener Zeiten hat, denn da wäre ich (und Hagen und [Phillip]) bereits in irgendeinem Folterkerker verschwunden. So schaut's aus.
Zur Einflußnahme auf die Politik: Jedoch hat die Kirche natürlich das Recht (und sogar die Pflicht!) ihre Meinung kundzutun. Allerdings wäre eine Mission der Menschlichkeit angebrachter als ein Kreuzzug gegen Menschen, deren "Verbrechen" es ist, jemanden zu lieben der das selbe Geschlecht hat.
Über den Themenkomplex "Adoption von Kinder durch homosexueller Paare" kann man diskutieren. Auch da ist meine Meinung in letzten Jahren von Contra auf Pro gegangen, denn wenn ich anschaue, wieviele Hetero Paare mit Kindererziehung nicht zurechtkommen, dann können Homosexuelle das nicht schlimmer machen. Was fürchtet man denn da tatsächlich?
Was tut die Kirche gegen Paare, die ihre Kinder verwahrlosen lassen? Wieviel Fälle schaffen es täglich in die Zeitung, von Kindern, die ausreißen, Drogen nehmen oder zielstrebig Kriminelle werden? Homosexuelle sind sicher nicht die "besseren" Eltern, aber warum sollen zwei zur Liebe fähigen Menschen nicht adoptieren können. Anmerkung: Adoption ist ja meist nur dann möglich, wenn ein heterosexuelles Paar ihr Kind nicht "will". Und mit dem Argument der tatsächlichen Kinderschändung darf die Kirche sowieso nicht kommen, das wäre verfehlt, wie bereits Hagen festgestellt hat. |
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Beiträge:
Anmeldungsdatum: Heute
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Verfasst am: 4. August 2003, 20:24 |
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Wie oben bereits geschrieben gibt es einer Verbindung verschiedene Meinungen. Das sollte in einem Akademikerverband etwas Selbstverständliches sein. Ein toleranter Meinungsaustausch unter den Mitgliedern und - wie hier- auch mit Nichtmitgliedern ist ein wesentlicher Bestandteil einer Verbindung.
Ich bin als (Christ-) Konservativer beim vorliegenden Thema aus verschiedenen Gründen anderer Ansicht. Dazu nur ein Gedanke:
Die Ehe ist in verschiedener Hinsicht durch den Staat finanziell gefördert. Zu erwähnen sind dabei etwa die Möglichkeit einer Mitversicherung beim Ehegatten, die geringere Erbschaftssteuer, die Witwer- und Witwenpensionen, usw. Ich sehe nicht ein, warum gerade in Zeiten des Sparens, durch derartige Leistungen für Homosexuelle Paare der Steuerzahler weiter belastet werden soll.
Zu überlegen wäre allenfalls die Schaffung "eingetragener Lebensgemeinschaften", die durch Notariatsakt errichtet werden - dies für Homo- und Heteropaare. An diese "eingetragenen Lebensgemeinschaften" wären dann geringere Rechtsfolgen als an die Ehe geknüpft: (etwa das Besuchsrecht im Krankheitsfall).
Im übrigen lieber Philipp muss ich Dir noch in einem Punkt widersprechen. Meinungsfreiheit muss für alle gelten und damit natürlich auch für die Kirche!
Möglicherweise habe ich Dich hier falsch verstanden. Es scheint mir aber in der allgemeinen Diskussion zu derartigen Themen doch bezeichnend, dass wohl immer von der Kirche Toleranz gefordert, umgekehrt aber gegenüber der Kirche keine geübt wird. |
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Azo

Beiträge: 844
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 6. August 2003, 18:09 |
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ob die Kirche selbst so eindeutig eine Meinung vertritt, wage ich zu bezweifeln. Sicherlich, der Vatikan hat eine eindeutige position und Würdenträger in oberen Regionen ebenso. Ansonsten aber gibt es vom Pfarrer, der homosexuelle jeglichen geschlechts am liebsten steinigen würde, bis hin zu Pastoralassistenten, die die kirchliche Weihe für homosexuelle Paare fordern, eine ungeheure Bandbreite.
Es ist das gute Recht der Kirche als Glaubensgemeinschaft, den Segen für homosexuelle Paare zu verweigern, wenn sie das als mit ihren grundsätzen als nciht vereinbar erachtet. dann sollten aber auch harte Konsequenzen in Fällen des Mißbrauchs von Würdenträgern an Kindern gezogen werden. In bezug auf vorehelichen geschlechtsverkehr und Verhütung hat sich die Kirche sowieso selbst überlebt und kann es nicht verhindern, dass sich kaum jemand daran hält.
Sobald aber eine Institution wie die Kirche, die sich Nächstenliebe an die Fahnen heftet, Homosexuelle als kranke oder minderwertig deklariert, hört mein verständnis auf. Es geht um menschen wie du und ich, nciht besser und nicht schlechter, nur anders. und auch wenn die meinung der kirche in ihren Angelegenheiten zu respektieren ist (wer es nciht aushält, kann ja jederzeit gehen, die Entscheidung liegt also bei jedem einzelnen ), so muss sie doch eine Meinung für die Kirche bleiben und darf nicht in einer Aufforderung an den Staat münden. |
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Cyrano

Beiträge: 1043
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 7. August 2003, 00:11 |
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Azo schrieb:
Es ist das gute Recht der Kirche als Glaubensgemeinschaft, den Segen für homosexuelle Paare zu verweigern, wenn sie das als mit ihren grundsätzen als nicht vereinbar erachtet. dann sollten aber auch harte Konsequenzen in Fällen des Mißbrauchs von Würdenträgern an Kindern gezogen werden.
Dem kann ich überhaupt nicht folgen. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zutun. Dass "die Kirche" (im Sinne von kirchlichen Würdenträgern und jenen, die ich als religiöse Politiker bezeichnen möchte) Missbrauch oft vertuscht ist eine Sache (eine fuchtbare Sache nebenbei, da sie nicht nur gesetzeswidrig ist, sondern auch noch jeglicher christlicher Moralvorstellungen widerspricht. Groer war das Perfekte Beispiel dafür, wie man es nicht macht!) und hat nichts damit zutun, dass homosexuelle Paare nicht gesegnet werden.
(Ich kann da deiner Argumentationslinie nicht ganz folgen, Azo)
In bezug auf vorehelichen Geschlechtsverkehr und Verhütung hat sich die Kirche sowieso selbst überlebt und kann es nicht verhindern, dass sich kaum jemand daran hält. .
Stimmt. Es hält sich auch kaum jemand an das Gebot, den Tag des Herrn zu heiligen (bzw. in die Messe zu gehen) und ein Großteil der Christen verweigern das Sakrament der Buße. Dass sich sogenannte Christen ganz gerne herauspicken, woran man sich hält und woran nicht (bzw. selbst das Wort Gottes deuten), hat nichts damit zutun, ob das jetzt sinnvoll ist, oder nicht. Das meiste wird einfach nicht getan, weil es Zeit kostet (beten etwa) oder weil es uncool ist (Messbesuch) oder von der Gesellschaft belächelt wird (Verzicht auf Sex vor der Ehe).
Sobald aber eine Institution wie die Kirche, die sich Nächstenliebe an die Fahnen heftet, Homosexuelle als kranke oder minderwertig deklariert, hört mein verständnis auf. Es geht um menschen wie du und ich, nciht besser und nicht schlechter, nur anders.
Nur sehr kleine Randgruppen der Kirchen halten Homosexuelle für schlechter. Es ist ein dummes Vorurteil, zu glauben, dass Rom der Meinung ist, dass Homosexuelle in irgendeiner Form schlechter sind oder gar minderwertig (Azo woher hast du das?), auch wenn das vielleicht der eine oder andere Dorfpriester sagen sollte. Kaum jemand ist gegen Homosexuelle, sie können sämtliche Sakramente (ausser Ehe) empfangen, sie können selbst kirchliche Ämter übernehmen und tun das auch. Nur sie dürfen keinen Sex mit anderen Homosexuellen haben. Dafür gibts übrigens tatsächlich ein Bibelzitat (irgendwo in einem Paulusbrief, wenn ich mich nicht irre. Und die Stelle ist wirklich eindeutig und bedarf keiner Interpretation @Hagen), auf dass sich "die Kirche" stützt. Von minderwertig oder schlechter ist nicht die Rede, weder in der Bibel, noch in irgendeinem Schreiben aus Rom (soviel ich weiß). Verurteilt wird der Sex und nicht die Homosexualität an sich.
Nun das mit Homosexualität als Krankheit, das ist so eine Sache. Ich hab keine Ahnung, was im Katechismus dazu steht. Bewiesen ist weder das eine noch das andere, die Kirche (oder noch viel öfters irgendwelche pseudoreligiösen Fundamentalisten) bringt Beweise, dass es eine Krankheit ist und irgendwelche Gruppen bringen Beweise, dass es angeboren ist. Die Kirche dachte auch ewig, dass die Erde Zentrum des Universums ist. Selbst wenn die Kirche denken sollte, dass Homosexualität eine Krankheit ist und damit falsch liegt, heißt das noch lange nicht, dass Homosexuelle in der Kirche als Gemeinschaft ausgegrenzt werden. Man sollte schon würdigen, was die Kirche für Kranke (ich denke da an Aidskranke, Alkoholkranke, Leprakranke und an unzählige Krankenhäuser, die von Orden geführt werden, auch wenn ich Homosexualität niemals damit vergleichen würde) geleistet hat und immer noch leistet (auch wenn die Kirche nie eine geistige Vorreiterrolle eingenommen hat) und auch wie die Kirche mit Kranken umgeht. (was nicht heißen soll, dass die Kirche keine Fehler begangen hat -Stichwort Dämonenaustreibung bei Hexen und Inquisition- und noch immer begeht.) Kranke werden noch lange nicht als minderwertig betrachtet, auch nicht von der ach so konservativen Kirche!
Conclusio: Gleichgeschlechtlicher Beischlaf wird von der Kirche verurteilt. Das ist ein Faktum und wahrscheinlich das einzige Faktum. Es ist nur sinnvoll dagegen zu argumentieren, alle "Pervers, minderwertig- Argumente" halte ich für Vorurteile und Blabla.
P.S.: Ich bin übrigens nicht der Meinung, dass Homosexualität eine Krankheit ist. Ich glaube, die Kirche täuscht sich. UNd wird dies irgendwann in ferner Zukunft eingestehen. Ich halte auch das Argument das im Pauluszitat steckt für sehr fragwürdig und diskussionswürdig (nur kennen sollte man die Stelle, wenn man die Bibelauslegung der Kirche kritisiert!) |
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Powidl
Beiträge: 39
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 8. August 2003, 17:22 |
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Ich hab keine Ahnung, was im Katechismus dazu steht.
Dem kann doch abgeholfen werden!! Ich hab mal nachgeschaut und drei Artikel gefunden, die ich nachfolgend zitiere:
2357. Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre psychische Enstehung ist noch weitgehend ungeklärt. Gestützt auf die Hl. Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet (vgl. Gen 19,1-29; Röm 1,24-27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10), hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, "daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind" (CDF, Erkl. "Persona humana" 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.
2358. Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.
2359. Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich - vielleicht auch mit der Hilfe einer selbstlosen Freundschaft - , durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern. |
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Cyrano

Beiträge: 1043
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 8. August 2003, 21:18 |
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Powidl schrieb: Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen.
Also der Satz ist meiner Meinung nach ziemlich eindeutig! |
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Rhodan

Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 11. August 2003, 10:46 |
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Mal eine andere Frage: Was ist, wenn man mit dem Katechismus nicht so 100%ig einverstanden ist? Ist das erlaubt?
Beispiel:
Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Ich habe aber kein Mitleid, und würde es höchst befremdend finden, wenn jemand Mitleid hat?!
Oder auch:
Gestützt auf die Hl. Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet (vgl. Gen 19,1-29; Röm 1,24-27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10), hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, "daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind" (CDF, Erkl. "Persona humana" ). Uije, da sag ich besser gar nichts dazu.
Also: darf ein Katholik/Amelunge gegen Kirche, Bibel und Katechismus in bestimmten, wohlüberlegten Dingen sein/sprechen/denken? |
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Hagen

Beiträge: 140
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 11. August 2003, 12:44 |
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klar darf man das. Und hoffen dass die Kirche klüger wird. |
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Rhodan

Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 11. August 2003, 13:45 |
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Ich habe den leisen Verdacht, dass das nicht alle so sehen. |
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Boris

Beiträge: 803
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 11. August 2003, 14:14 |
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Wir könnten auch eine Umfrage starten. |
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Beiträge:
Anmeldungsdatum: Heute
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Verfasst am: 16. August 2003, 12:51 |
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Ich finde die Stellen im Katechismus die Powidl herausgesucht hat (Danke Powidl) fassen die Meinung der Kirche zu diesem Thema gut zusammen und finde an dieser Haltung nichts auszusetzen. Daß die Kirche in ihren eigenen Reihen so ihre Probleme hat kann und darf nicht dazu verwendet werden, um ihre Aussagen zu gewissen Themen zu diskreditieren. Richtig bleibt richtig auch wenn man sich selbst nicht immer daran hält.
Was die Politik betrifft muß einem klar sein, daß die Anerkennung der Ehe und die Familienförderung zielgerichtet eingesetzt werden, da der Staat erkannt hat, daß die Familie wichtige Aufgaben im Bereich der Erziehung, Pflege usw. insbesondere der Kinder erbringt. Homosexuelle Ehen erfüllen diese Aufgaben nicht und werden daher nicht gefördert.
Daß gewisse Rechtsfolgen der Ehe auch für Homosexuelle Paare interressant sein könnten (z.B. Krankenbesuch) kann auch auf andere legistische Weise geregelt werden als daß man die Institution der Ehe hierfür einspannt (zB. durch eingetragene Lebensgemeinschaften siehe Herodot).
Ich glaube nicht, daß Homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen sollten. Die Familie ist doch sehr prägend für ein Kind und bei aller Toleranz für Homosexuelle sie können einfach kein Vorbild sein. Für die Gesellschaft muß bei aller Toleranz gegenüber anderen Lebensformen die Familie (ein heterosexuelles Paar mit Kind/ern) Staatsziel bleiben.
Meiner Meinung nach zeigt sich in der Diskussion um die Homosexuellen-Ehe wieder einmal mehr daß Toleranz heute oft falsch verstanden wird. Toleranz bedeutet nicht, daß etwas als gut akzeptiert wird. Auch wenn Menschen auf grund ihrer sexuellen Neigungen nicht diskriminiert werden sollten heißt das noch lange nicht daß man sie fördern muß.
lg Eusebius |
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Rhodan

Beiträge: 890
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 16. August 2003, 16:44 |
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Witzig dass in vielen Argumentationen immer das Wort "unnatürlich" vorkommt oder zumindest mitschwingt.
Ich darf hiermit versichern, dass keine Lebensart so unnatürlich ist, wie die zölibatäre. Und die dient ja wohl kaum der Fortpflanzung. Warum also das bei Priestern gut sein soll, bei Homosexuellen aber nicht, ist schon erstaunlich.
(Anmerkung: Das eine ist selbstgewählt.) |
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Linzi

Beiträge: 482
Anmeldungsdatum: 1. März 2003
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Verfasst am: 17. August 2003, 14:54 |
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Also ich finde das ganze leben unnatürlich. |
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